Begleitung und Beratung für Eltern mit Babys

Das erste Lebensjahr ist eine große Herausforderung. Nicht nur für das Baby, sondern auch für die Eltern.

Es gibt hier häufig drei großen Themen: Schlafen, schreien und stillen! Damit sind Eltern, besonders am Anfang, die meiste Zeit beschäftigt.

Dazu muss der eigene Rhythmus gefunden werden, das Gefühl Eltern zu sein ist manchmal so etwas wie eine „emotionale Achterbahnfahrt“. Von unglaublichem Glück, über Selbstzweifel, Erschöpfung, bis hin zu ständiger Sorge alles richtig zu machen.

Die Zeit läuft plötzlich langsamer und gerade wenn man vorher im Job war, ist es für die Mütter gar nicht so leicht, sich den Tagesrhythmus des kleinen, neuen Familienmitglieds anzupassen.

Hinzu kommt, dass sich alles so sehr verändert hat und sich Eltern heute einer ganz anderen digitalen Welt gegenüber sehen, als z.B. ihre eigenen Eltern. In jedem meiner Vorträge kommt immer die Frage: „Wann darf mein Kind ein Smartphone haben und darf es auf das Tablet schauen?!“

Wir möchten unsere Beratung darauf ausrichten, dass wir  schauen, was wirklich sinnvoll ist für die motorische Entwicklung.

Gebt Ihr Eurem Baby eine Möglichkeit, die es motorisch weiter bringt oder etwas das seine Sinne anspricht, dann ist das Baby begeistert! Wichtig hierbei ist, wirklich darauf zu achten, das das Baby nicht überfordert wird. Babys haben nur eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne und wenden sich ab, wenn es ihnen reicht. Schaukeln und Wiegen ist sehr wichtig für das Gleichgewicht und beruhigt zudem den frühkindlichen Schreckreflex, die sog. Mororeaktion. Es sollte jedoch auch hier auf eine gute Dosis geachtet werden. Auch hier gibt es durchaus ein „zuviel“.Wippen und andere Hiflmittel sollten mit Bedacht eingesetzt werden.

Der Übergang vom wachen Zustand zum Schlafen, ist für viele Babys ebenso ein heikler Moment. Es kommt besonders im Moment des Einschlafens, zu einem Augenblick der Unsicherheit im System des kleinen Menschen. Viele Babys schlafen somit am liebsten auf dem Arm ein, der Ort der größten Sicherheit.

Der Wechsel zwischen Aktion und Ruhe muss vom Baby erst noch entwickelt werden, die eigene Regulation kann erst entstehen, wenn die Mororeaktion sich ausreift und langsam verschwindet. Das geschieht so ab 4 Monaten. Erst danach beginnt für das Baby die Möglichkeit, sich selber zu beruhigen, vorher braucht es Hilfe dabei sich zu regulieren. Die erste Phase die Ihr mit Eurem Baby erlebt, ist somit geprägt von der Aktion der Frühkindlichen Reflexe oder auch Reaktionen genannt.

Wenn Ihr wisst, welche es gibt und was sie auslösen, dann könnt Ihr Euer Baby ganz anders verstehen und begleiten.

Zum Beispiel: Lässt das Baby sich nicht wickeln? Das könnte am Spinalen Galantreflex liegen. Will es nicht Krabbeln? Der Asymmetrisch Tonische Nackenreflex könnte noch nicht beherschbar sein. Das Baby versucht dann z.B. eine andere Variante des Krabbelns zu wählen und sich irgendwie fortzubewegen.

Lasst Euch nicht beruhigen mit einem „Das wächst sich aus und jeder Mensch ist verschieden.“ Es ist nicht optimal, wenn das Baby auf dem Po rutscht, nur mit einem Arm vorwärts robbt oder ähnliches versucht. Unser Gehirn kann sehr genau unterscheiden, zwischen einer Variation und dem richtigen Entwicklungsschritt! Je optimaler ich meine Motorik entwickeln kann, je symmetrischer meine Körperwahrnehmung, umso stabiler ist nachher meine gesamte Körperbeherschung!

In unserem Buch „Die Bauchlage macht´s“ haben wir  darüber geschrieben.

Nehmt gerne Kontakt mit mir auf, ich freue mich auf Euch und Euer Baby!

Wann ist eine beratung empfehlenswert?

  • bei Fragen rund um die motorische Entwicklung
  •  für Neugeborene nach einer Kaiserschnittentbindung
  •  für Neugeborene nach einer Frühgeburt oder bei Mehrlingsgeburten
  •  für Neugeborene mit einer Säuglingsasymmetrie (KISS-Syndrom, Kopfasymmetrie, Schreibabys, Entbindung
    mit Saugglocke)
  •  für Babys, die die Bauchlage verweigern
  •  für Babys, die Schwierigkeiten beim Kopf anheben und halten haben
  •  für Babys mit Saug- und Schluckproblemen
  •  für Babys die eine „Lieblingsseite“ haben, d.h. z.B. nur auf einer Seite gefüttert oder liegen wollen

Warum ist in dieser Situation eine Entwicklungsförderung so wichtig?

Die Schwierigkeiten in der Bauchlage, Kopfhalteprobleme oder die Asymmetrie schränken Euer Baby massiv in seiner Bewegungs- und Wahrnehmungsentwicklung und der Integration der frühkindlichen Reflexe ein!

Je eher Ihr Euer Baby in so einer Situation in seiner Entwicklung fördert und unterstützt desto besser.

Denn: Zu keinem Zeitpunkt in unserem Leben lernen wir Menschen so viel, wie im 1. Lebensjahr! Das Spielen auf dem Bauch bildet die Grundlage für die gesamte Entwicklung Eures Kindes und bildet die Grundlage für alle Lern- und Schulfähigkeiten.

Ich weiß, das ist noch soweit weg, wenn Ihr Euer Baby auf dem Arm habt. Ich erinnere mich noch an eine Situation, da habe ich meinen Sohn angeschaut und mich gefragt: „Wie Du wohl ausschaust, wenn Du 3 Jahre alt bist?“ Tja…und jetzt wird er 20 Jahre alt.

Mittlerweile bekommt jedes vierte Kind eine Therapie und fast 40 % der Schulanfänger zeigen motorische Probleme. Das finde ich sehr erschreckend.

Außerdem weiß ich aus meinen langen Jahren als Therapeutin, wie sehr diese Kinder leiden, da sie sich als dumm empfinden. Eine motorische Entwicklungsverzögerung hat aber nichts mit der Intelligenz zu tun. Wir versuchen dann durch sehr viel Therapie die Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern. Leider immer erst, wenn es Probleme gibt.

Willgrow bedeutet Prävention!

Zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Reihenfolge, das Richtige tun!

Warum ist in dieser Situation eine Entwicklungsförderung so wichtig?

Was passiert, wenn Entwicklungsschritte übersprungen, frühkindliche Reflexe/Reaktionen nicht integriert werden?

Hat ein Baby bereits hier Schwierigkeiten, oder überspringt es gar ganze Entwicklungsschritte (z.B. das Krabbeln), kommt es später häufig zu Problemen:

  • in der Grob- und Feinmotorik (Bewegungsabläufe,
    Koordination)
  • bei der Nahrungsaufnahme, beim Sprechen lernen
  • die Kinder haben große Mühe sich alleine
    anzuziehen
  • sie lernen erst spät Fahrrad fahren oder
    schwimmen
  • können keinen Blickkontakt aufnehmen oder ihn nicht halten
  • sind in Gruppensituationen (Krabbelgruppe, KITA, Kindergarten etc.) schnell überfordert
  •  sie haben Schwierigkeiten beim Lesen und
    Schreiben lernen
  •  können den Stift nicht richtig halten
  •  sie sind unruhig, können nicht ohne Gezappel am Tisch sitzen
  •  haben große Mühe die Hausaufgaben
    zu bewältigen
Was passiert, wenn Entwicklungsschritte übersprungen, frühkindliche Reflexe nicht integriert werden?